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Nadines Auslandsemester: Das Grossstadtleben in Wien

Wien, die Stadt der Musik und eine Stadt voller Geschichte, Kultur und Charme. Für Nadine Engel stand schon immer fest: Wenn sich einmal die Gelegenheit bietet, möchte sie für eine gewisse Zeit in einem anderen Land leben. Nicht als Touristin, sondern mit einem echten Alltag. Das Auslandsemester während ihres Bachelor-Studiums bot genau diese Chance. Wien hat sie schon lange fasziniert und da man dort auf Deutsch studieren kann, wurde diese Stadt für Nadine zur perfekten Wahl.

03.03.2026

Ankommen in einem neuen Alltag

Nach rund zehn Stunden Zugfahrt erreichte Nadine ihren neuen Wohnort für die kommenden fünf Monate. Sie war müde von der Reise, aber sofort beeindruckt von ihrem ersten Blick auf den Schwedenplatz. Alles war neu und kurz fühlte sie sich überfordert. Die Offenheit der Wienerinnen und Wiener erleichterte ihr jedoch den Start. Gleich zu Beginn kam eine erste Herausforderung, denn ihr Handy ging kaputt. In einer neuen, grossen Stadt ohne Smartphone unterwegs zu sein, war zwar schwierig, aber sie merkte schnell, dass sie Probleme auch allein lösen kann und wie hilfsbereit die Menschen in Wien sind.

Abwechslungsreicher Studienalltag

Das Semester an der FHWien der WKW dauerte vom 1. September 2025 bis am 30. Januar 2026. Anders als in der Schweiz hatte Nadine keine fixen Schultage. Jede Woche sah anders aus, manchmal mit nur einem Tag Unterricht, manchmal mit einer ganzen Woche voller Kurse. Sie lernte in kleinen Gruppen oder grösseren Klassen und besuchte teilweise Abendkurse mit berufsbegleitenden Studierenden. Dadurch konnte sie ihren Tag oft frei gestalten und schätzte den flexiblen Rhythmus. Ein weiterer Unterschied zur Hochschule Luzern, an der sie ihren Bachelor in Business Administration mit Vertiefung in Finance and Banking absolviert, lag im Aufbau des Semesters. Viele Kurse dauerten nur wenige Wochen und wurden direkt abgeschlossen, wodurch am Ende des Semesters kein Prüfungsstress auf einen Schlag entstand.

 Campus der Fachhochschule Wien

 

Unterwegs in Österreich und darüber hinaus

Wenn der Stundenplan es zuliess, nutzte Nadine ihre freie Zeit, um Österreich und die Nachbarländer zu entdecken. Sie besuchte Hallstatt, Graz und Salzburg und lernte so verschiedene Seiten des Landes kennen. Auch in Wien selbst gab es viel zu entdecken. So besuchte Nadine in ihrer Freizeit die verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Schönbrunn, die Spanische Hofreitschule, den Stephansdom, verschiedene Museen oder machte Tagesausflüge in den Lainzer Tiergarten und in die Wiener Weinberge. Die Sachertorte und das Wiener Schnitzel durften natürlich auch nicht fehlen. Sie war auch ausserhalb Österreichs unterwegs und reiste für einen Tag nach Bratislava und machte einen Wochenendtrip nach Budapest.

 Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat
 

Highlights und Besuch aus der Schweiz

Die Zeit in Wien war für Nadine allgemein ein grosses Highlight. Sie genoss die Spontanität des Alltags, die Ausflüge, die vielen neuen Begegnungen und auch die Zeit für sich selbst. In der Adventszeit erhielt sie sogar Besuch von drei Arbeitskolleginnen der Bankstelle Schüpfheim, was die enge und herzliche Verbindung innerhalb des Teams spürbar machte. Als Reiseleiterin führte sie die drei Frauen durch die Stadt und fühlte sich dabei fast schon wie eine Einheimische.


Besucherinnen und Arbeitskolleginnen aus der Schweiz auf dem Weihnachtsmarkt
 

Wenn sie ein einzelnes Erlebnis auswählen müsste, wäre es der Ball der WU im Januar. Ein Abend in der Hofburg, umgeben von elegant gekleideten Menschen, der ihr noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 WU Ball in der Hofburg Wien
 

Ihr persönliches Fazit

Nadine nimmt vieles aus dieser Zeit mit. Sie wurde selbstständiger, trifft Entscheidungen heute sicherer und entwickelte sich fachlich weiter. Zudem sammelte sie wertvolle Eindrücke aus verschiedenen Bereichen wie dem Journalismus und dem Marketing und erweiterte ihren beruflichen Horizont. Auch wenn sich keine neuen konkreten Ziele ergeben haben, lernte sie ihre eigenen Interessen besser kennen. Gleichzeitig merkte sie, was ihr im Alltag fehlte, zum Beispiel die Freundlichkeit an den Supermarktkassen, die sie aus der Schweiz kennt und in Zukunft wieder mehr schätzen wird. Das überraschte sie, weil sie die Leute sonst als hilfsbereit erlebt hatte. Nach fünf Monaten, auf dem Weg zum Bahnhof, spürte sie gemischte Gefühle. Sie war traurig, Wien zu verlassen, freute sich jedoch ebenso darauf, ihre Familie und Freunde zuhause wiederzusehen.

Schlusswort

«Einfach machen.» Das ist ihr Rat an alle, die über ein Auslandsemester nachdenken. Auch wenn der Anfang herausfordernd war, hat es sich gelohnt. Und ja, Nadine würde es jederzeit wieder tun. Für sie war diese Zeit wunderschön und sie ist der Geschäftsleitung der Bank sehr dankbar, dass sie ihr dieses Auslandsemester ermöglicht hat.

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