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Fabios Auslandsemester: Vier Monate Australien und eine Erfahrung fürs Leben
Australien... Allein das Wort löst bei vielen Fernweh aus. Auch bei Fabio Wigger schon lange. Für ihn war klar: Wenn sich irgendwann die Chance auf ein Auslandsemester ergibt, dann genau dort. «Ich wollte dieses Land nicht nur bereisen, sondern richtig kennenlernen», sagt er. Und genau das hat er nun getan.
Chaotischer Start
Als Fabio mit seiner Partnerin Anita in Sydney landete, war er zuerst völlig überwältigt: die Wolkenkratzer, die speziellen Bauten, das Klima und die ganz eigene Atmosphäre der Grossstadt. Doch richtig Zeit zum Ankommen blieb kaum. Die Koffer waren nämlich in Istanbul hängen geblieben. Dank der Gepäckversicherung seiner Kreditkarte verdaute er den ersten Schreck aber schnell und als dieses Problem geregelt war, konnte sein Abenteuer in Australien richtig beginnen.
Fabio Wigger mit Partnerin und Reisebegleiterin Anita
5-to-9-Lifestyle
Sein Studium an der Gold Coast fand jeweils von Montag bis Mittwoch statt. Ein Rhythmus, der genügend Zeit fürs Reisen liess. Der Tagesrhythmus in Australien funktioniert allerdings ganz anders als in der Schweiz. «Die Aussies leben nicht von 9 to 5, sondern von 5 to 9.»
Da es morgens früh hell wird, beginnt der Tag oft schon bei Sonnenaufgang. Für Fabio wurde das schnell normal: Sport am Morgen, sei es im Uni Gym oder einer Joggingrunde im Freien. Danach folgte Unterricht bis 17 Uhr und am Abend meistens Strand, Sonnenuntergang oder ein Essen in der Stadt.
Sein Englisch war kein Problem. «Nur der Akzent brauchte etwas Eingewöhnung.» Da sein Studium «Master of Science in Banking & Finance» an der HSLU ohnehin in Englisch stattfindet, war dies für ihn keine grosse Umstellung.
Fachlich war die Uni weniger anspruchsvoll, als er es aus der Schweiz kennt. Ihm gefiel jedoch der enge Austausch mit den Dozierenden und die kleineren Klassen. Mit rund 20 Studierenden statt 50 wie in Luzern wurden Diskussionen einfacher und persönlicher.
Campus an der Bond University
Unterstützung durch die Bank
Sein Wunsch nach einem Auslandsemester war kein spontaner Entscheid. Fabio hatte das Thema schon Jahre zuvor einmal angesprochen. Als es dann konkret wurde, plante er gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Kilian Hodel sorgfältig, wie die Kundenbetreuung während seiner Abwesenheit geregelt werden kann. Nora Hodel übernahm in dieser Zeit die Stellvertretung und Fabio konnte so unbezahlten Urlaub beziehen.
«Starke Wurzeln in der Region, aber weltoffen! So sind wir. Arbeitgeberattraktivität ist Teil unserer Strategie, die wir als moderne und attraktive Arbeitgeberin umsetzen», sagt unser CEO Bernhard Fischer.
Opernhaus Sydney
Momente, die bleiben
Ein Highlight zu nennen, fällt Fabio schwer. «Es gibt zu viele.» Die Vielfalt Australiens hat ihn besonders beeindruckt: Metropolen wie Melbourne, Brisbane oder Perth, traumhafte Strände am Great Barrier Reef, die Westküste rund um Esperance. Und überall diese entspannte, offene Art der Menschen. Zwischen dem letzten Schultag und den Prüfungen hatten sie sogar zwei Wochen Zeit, die Westküste mit einem Camper zu bereisen.
Vermisst hat Fabio aber natürlich seine Familie und Freunde. Nach vier Monaten war das Wiedersehen deshalb umso schöner.
Gold Coast, Surfers Paradise
Persönliches Fazit
Für ihn hat die Zeit im Ausland vor allem eines verändert: seinen Blick auf das, was wirklich zählt. «Erst in solchen Auszeiten merkt man, wie gut es tut, Abstand zu gewinnen. Es gibt eben mehr im Leben als Arbeit und Alltag.»
Beruflich bleibt hingegen alles beim Alten und seine Ziele sind klar und unverändert. Und allen, die mit dem Gedanken an ein Auslandssemester spielen, gibt er einen einfachen Rat:
«Tu es einfach.
Man bereut höchstens, es
nicht getan zu haben.»
Ob er es selbst wieder tun würde? Seine Antwort kommt ohne Zögern: «Definitiv.» 😉